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Wo zahlt man am meisten? Teil 2

Jährliche Kita-Gebühren bis zu knapp 4000 Euro für zwei Kinder

Der Bundesdurchschnitt an jährlichen Kita-Gebühren liegt, laut Studie, für eine Familie mit einem Kind und mittlerem Einkommen bei 968 Euro. Für eine Familie mit zwei Kindern und mittlerem Einkommen bei 1122 Euro. Anhand konkreter Beispiele gestaltet sich die Kita-Gebühren-Landschaft in Deutschland folgendermaßen: In Lübeck fallen für Geringverdiener mit einem Kind 1692 Euro Kita-Gebühren im Jahr an – bei einem Jahreseinkommen bis 25.000 Euro macht die Kita-Gebühr also sieben Prozent davon aus. Die höchsten Kita-Gebühren für zwei Kinder (1428 Euro pro Jahr) zahlen geringverdienende Eltern dagegen in Cottbus.

Oder umsonst in die Kita?

Dem gegenüber stehen Städte wie Hannover und Berlin, wo die Kita-Gebühren für ein Kind geringverdienender Eltern im Jahr 144 oder 180 Euro und für zwei Kinder 72 oder 144 Euro betragen. In Heilbronn zahlen Eltern jeglicher Einkommensklassen sogar gar keine Kita-Gebühren.
Auch mit mittlerem Einkommen haben Eltern in Schleswig-Holstein teilweise erheblich höhere Kita-Gebühren zu zahlen als anderswo in Deutschland. Am meisten zahlen die Eltern in Lübeck, Flensburg und Kiel. Allerdings liegt ein anderes Bundesland für diese Analysemodell an der Spitze der höchsten Gebühren: Bremen.
Familien mit gehobenem Einkommen wiederum werden für zwei Kinder mit knapp 3888 Euro pro Jahr in Minden am stärksten zur Kasse gebeten.

Betreuungsqualität unabhängig von der Höhe der Kita-Gebühren

Abschließend zur Vergleichsstudie der INSM zu den Kita-Gebühren im Bereich der Halbtagsbetreuung in Deutschland ist jedoch nochmals festzuhalten, dass die ermittelten Gebühren natürlich nichts über die Qualität der Betreuung aussagen können, die an den verschiedenen Standorten geboten wird.
Die meisten Städte können sich zudem aufgrund ihrer Haushaltslage eine Entlastung der Eltern bei den Kita-Gebühren gar nicht leisten, selbst wenn sie wollten.
So hatte die Stadt Gelsenkirchen beispielsweise nicht vor, die Kita-Gebühren zu erhöhen – obwohl die städtische Etat-Lage dies erforderte – doch die Bezirksregierung schrieb der Stadt eine Erhöhung der Kita-Gebühren vor. In der Vergleichsstudie zählt Gelsenkirchen daher nun als teureres Pflaster, was die Kita-Gebühren angeht.

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