Integrative Kita Teil 2
Integration heißt zusammen leben und sich individuell entwickeln
In einer Integrations-Kita wird darauf geachtet, dass allen Kindern die Förderung zukommt, die sie brauchen und ihnen die Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt wird, die ihnen gerecht wird. Da die Kinder mit Beeinträchtigung mitunter ganz gezielte Unterstützung brauchen, finden nicht alle Angebote für die gesamte Gruppe statt. Zwar verbringen die Kinder einer i-Kita die meiste Zeit gemeinsam, aber regelmäßig gibt es auch Phasen, in denen individuelle Betreuung stattfindet. Häufig profitieren auch die nichtbenachteiligten Kinder von den speziellen Angeboten, die eine integrative Kita bereithält. Dazu gehören spezielle Spieltherapien oder auch Musik- und Reittherapien, die oft von allen Kindern wahrgenommen werden können. Jedem Kind wird Gelegenheit gegeben, sich nach seinem Tempo zu entwickeln und zu lernen.
In i-Kitas ist es nicht so, dass das Tempo und die Angebote an das schwächste Gruppenmitglied angepasst wird, sondern großgeschrieben wird, dass sich jedes Kind nach seiner Schnelligkeit, seinen Interessen und seiner Persönlichkeit entwickelt und an Angebote teilhaben kann. Das Vorurteil, dass nichtbenachteiligte Kinder in einem Integrations-Konzept in ihren Entwicklungsfortschritten gebremst werden, kann sich nicht bewahrheiten.
Die i-Kita der sozialen Kompetenz
Die soziale Kompetenz ist etwas, auf dessen Förderung keine Kita verzichten kann. Für die Ausbildung des sozialen Bewusstseins trägt eine integrative Kita schon alleine durch ihre Gruppenstruktur bei. Die Kinder lernen in einer Integrations-Betreuung Rücksichtnahme und gegenseitige Verantwortlichkeit. Die Grundsteine für Respekt und Toleranz für alle Mitglieder unserer Gesellschaft werden so bereits früh und für das ganze spätere Leben gelegt. Das Selbstbewusstsein wird geschult und Hemmschwellen gar nicht erst aufgebaut.