Montessori Teil 3
Frei- und Stillarbeit – für Freiraum und Ruhe
Eine weitere grundlegende These von Maria Montessori ist, dass Kinder am besten das lernen, was sie interessiert. Die Montessori-Pädagogik richtet sich nach dieser Annahme und schafft Kindern in jeder Einrichtung die Freiräume für individuelle Wahl. In der sogenannten Freiarbeit können Kinder selbständig das Material auswählen, was sie interessiert.
Neben der Freiarbeit kommt in der Montessori-Kita auch die Stillarbeit zum Einsatz. Dahinter steckt die Überzeugung, dass es Phasen am Tag geben sollte, in denen Ruhe einkehrt. Nicht nur während der Stillarbeit wird auf das Entdecken der Schönheit der Natur großen Wert gelegt.
Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Religionen
Die Montessori-Pädagogik verfolgt keinen religiösen Ansatz. Vielmehr geht es darum, Kinder dazu anzuregen, sich selbständig Gedanken über sich und ihre Welt zu machen. Das Vertrauen in sich selbst wird gestärkt. Aber auch der Glaube an eine schöpferische Kraft und Vertrauen in diese – wer diese Kraft ist, ist dabei nicht vorgegeben.
Es gibt aber auch religiös ausgerichtete Kitas, die an die Montessori-Pädagogik angelehnt sind. Da nach Montessori Gerechtigkeit und Gleichheit herrschen sollten, sind in Kitas des Montessori-Profils grundsätzlich alle Kinder willkommen. So handelt es sich häufig auch zugleich um integrative Kitas, die Kinder mit und ohne Behinderungen besuchen.